Donnerstag, 7. Februar 2013

Veranstaltung zum ZDF Papier

Am 11.02.2013 findet in der "Alten Kantine" der Kulturbrauerei (Knaackstr. 97) in Berlin/Prenzlauer Berg um 11 Uhr eine Veranstaltung zum "ZDF-Papier" statt:

"Liebe Kollegin, lieber Kollege,

im Sommerloch 2012 hat der Verband der Drehbuchautoren (VDD) mit dem ZDF eine Vereinbarung geschlossen, die die Drehbuchautoren schlechter stellt als zuvor. Unter anderem wurden die bisher üblichen Wiederholungshonorare von 100% auf die Hälfte(!) gekürzt und der (rechtswidrige) „Buy Out“ wurde in sogenannten „Korbmodellen“ durch die Zustimmung des VDD scheinbar legalisiert. Vergütet das ZDF den Autor nach „Korbmodell“, dann kann der Sender sieben Jahre lang eine beliebige Anzahl von Wiederholungen ausstrahlen, ohne dem Autor dafür auch nur einen einzigen Cent zu schulden. Als Gegenleistung erhält der Autor ungefähr das was er (vor Abschluss der Vereinbarung) für eine einzige Wiederholung bekommen hat. Der Beteiligungsgrundsatz des Urheberechts, wonach der Urheber für jede Verwertung seines Werkes angemessen zu vergüten ist, wurde durch die Zustimmung des VDD zu diesem Modell ausgehebelt. In mehreren Urteilen zu „Buy-Out“ Vergütungen (in den letzten Monaten auch für den Fernsehbereich) hat der BGH immer wieder bestätigt, dass derartige Praktiken i.d.R. gegen das geltende Recht verstoßen. WEITERLESEN "


Mehr Infos findet man hier: www.norau.de



In eigener Sache:
Für kleinere Meldungen und Links rund ums Drehbuch und Drehbuchschreiben: http://www.facebook.com/DerDrehbuchCourier

Freitag, 16. November 2012

Filmpreis und Filmkritik: Christoph Hochhäusler im Interview

Der deutsche Regisseur und Autor Christoph Hochhäusler wird mit Filmen wie "Falscher Bekenner" und "Unter Dir Die Stadt" über die nationalen Grenzen hinaus als einer der Botschafter des gegenwärtigen deutschen Kinos gehandelt. Zuletzt beteiligte er sich mit seinem Filmbeitrag "Eine Minute Dunkel" an der Filmtrilogie "Dreileben", einem Gemeinschaftsprojekt mit den Regisseuren Dominik Graf und Christian Petzold. Zusammen mit dem Regisseur Ulrich Köhler ("Schlafkrankheit") hatte Hochhäusler vor nunmehr neun Jahren den Versuch unternommen, die Auswahlkommission der Jury für den Filmpreis zu erhalten und nicht auf ein demokratisches Wahlverfahren umzusatteln, für das die deutsche Filmakademie 2003 gegründet wurde ("Die derzeit rund 1300 Mitglieder der Deutschen Filmakademie wählen aus einer Liste mit Vorschlägen zunächst die Nominierungen in den verschiedenen Kategorien. In einem zweiten Wahlgang wird dann über die Gewinner abgestimmt." via wikipedia)

 

1) Christoph Hochhäusler, als Filmemacher und Film-Journalist (Revolver) kannst Du sicherlich eine differenzierte Sicht auf die vor zwei Wochen aufkommende bzw. erstickte Diskussion zwischen Filmkritik und Filmherstellern bieten. Ist die Forderung nach einem nicht-demokratischen Wahlverfahren zugunsten einer Fachjury oder ähnlichen Modellen Deiner Meinung nach berechtigt?

Vorab: Eine öffentlich bestellte Jury ist nicht „undemokratischer” als eine Wahl. Und ja: ich glaube, die Forderung nach einem anderen Vergabemodell ist nach wie vor berechtigt, weil der Deutsche Filmpreis – den man vielleicht besser 'künstlerische Referenzförderung' nennen sollte – ausdrücklich auf „herausragende Leistungen” verpflichtet ist. Es heißt in der Richtlinie nicht: „Erfolg” solle ausgezeichnet werden und auch nicht: „künstlerischer Erfolg”, sondern „herausragende Leistung. Das Geld kommt ja vom Bundestag, es sind Mittel des Bundeskulturausschusses, schon mit der Nominierung sind erhebliche Förderzusagen verbunden (allein die Nominierung zum „besten Spielfilm” bedeutet 250.000 Euro Förderung).

Eine künstlerische Spitzenleistung zu bestimmen gelingt einer Jury in aller Regel besser als einem Wahlvolk. Niemand käme auf die Idee, alle Künstler einschliesslich der Metallgiesser und Leinwandspanner darüber abstimmen zu lassen, welche Kunstwerke die Nationalgalerie kaufen solle. Im deutschen Film aber gilt das als besondere Errungenschaft.

Hinzu kommt aber noch etwas anderes. Die Filmakademie – und darin ähnelt sie ganz bewusst anderen Akademien, die nicht-dotierte Preise vergeben – ist beseelt von der Idee, dem deutschen Kino zu mehr Wirkung zu verhelfen. Die Preisverleihung soll eine spannende Unterhaltung sein, der Zuschauer soll mitfiebern können, welcher Favorit das Rennen macht. Das geht natürlich nur mit Titeln, die einen bestimmten Bekanntheitsgrad schon erreicht haben. So hat Eichinger das bei der Gründung auch unverblümt benannt: es könne nicht angehen, dass Filme ausgezeichnet würden, „die keiner kennt”. Die Zulassungsbedingungen, das Nominierungs-Procedere, das Wahlverfahren, auch die berühmt-berüchtigte DVD-Kiste sorgen für jenes Mainstreaming, das der Preis braucht, um als populäre Fernsehunterhaltung funktionieren zu können.

Der Zielkonflikt zwischen der eigentlichen Widmung des Filmpreises („herausragende Leistung”) und den Ansprüchen der Akademie (publikumswirksame, telegene Verleihung, als Mobilisierung nach innen und aussen) wäre sehr einfach zu lösen. Man müsste lediglich Preis und Geld trennen. Also wenn schon Vorbild Oscar, dann bitte auch in diesem Punkt. Die Akademie soll gerne sich und den gehobenen Mainstream feiern, ich sehe durchaus den Sinn einer solchen Veranstaltung –aber der Filmpreis muss künstlerisches Risiko fördern, indem er herausragende Leistungen unabhängig auszeichnet bzw. Folgeprojekte finanziell anschiebt (das Preisgeld gilt ja jeweils dem Folgeprojekt).

Als Filmemacher, der weder Mitglied der Akademie ist noch jemals nominiert war (als Filmjournalist sehe ich mich übrigens nicht) stehe ich mit dieser Forderung natürlich unter Neid-Verdacht. Wir wollten die Regeln zu unseren Gunsten beeinflussen, das haben wir damals oft gehört. Ich kann dazu nur sagen: das Instrument künstlerischer Referenzförderung ist zu kostbar, um sich von Befangenheitsvorwürfen mundtot machen zu lassen. Warum ist es so kostbar? Weil es Freiheiten ermöglicht, die im System ansonsten sehr sehr rar sind. Freiheiten, die gerade für künstlerische Wagnisse gebraucht werden. Und da sind sich ja alle einig, dass es davon zu wenige gibt.

2) Wie waren damals die Reaktionen anderer Filmemacher auf Ulrich Köhlers und Deine Initiative?

Einerseits gab es sehr viel Zustimmung damals, wir hatten weit über 400 Unterzeichner quer durch die Szene, darunter diverse Filmpreisträger (unterschrieben haben damals zum Beispiel Christian Petzold, Fatih Akin, Hans Weingartner, Peter Lilienthal, Hans Christian Schmid, Andres Veiel, Rosa von Praunheim, Angela Schanelec, Harun Farocki, Jeanine Meerapfel, Helke Misselwitz, Thomas Heise, Eoin Moore, Helke Sander, Thomas Arslan, Philip Gröning, Valeska Grisebach, Vanessa Jopp, Fred Kelemen, Stefan Krohmer, Mathias Luthardt, Maria Speth, Isabelle Stever, Henner Winckler, Hanns Zischler – aber auch diverse Kritiker, Kinomacher, Historiker). Aber der Zug „Filmakademie” war schon im Rollen und die Politik wollte ausdrücklich „formierte Interessen”. Mit Argumenten kommen wir nicht weit, hiess es. „Warum gründet ihr keinen Verband?” An einer Gegen-Akademie hatten wir allerdings kein Interesse.

Von der Akademie selbst wurden wir damals extrem angefeindet. Unsere Fragen war unerwünscht und Diskussionen wurden nach Möglichkeit unterbunden. Es gab einige hässliche Szenen. Wir wurden als Leute abgetan, die ohnehin nicht Mitglieder werden dürften und sich deshalb wie Teenager beim Türsteher Luft machten, von wegen „Scheiß Club”und so. Eichinger hat mir im Bundestag (wo ich als Sachverständiger geladen war) die schon gegebene Hand wieder entrissen, als er meinen Namen hörte. Ich war völlig überrascht, wie dünnhäutig er war. Erst als die Schlacht geschlagen war, gab es das Angebot, Mitglied zu werden.

3) Als den Filmkritikern eher wohlgesonnener Filmemacher bist Du in der komfortablen Position, dass deine Filme diskutiert werden. Wie wirkt sich so etwas auf den Erfolg des Filmes aus? Wenn nein: bedeutet das, das eventuell gar keine Verbindung zwischen Kritik und Erfolg besteht?

Komfortabel würde ich meine Position sicher nicht nennen. Zum einen ist es sehr schwer, meine Filme zu finanzieren. Zum anderen mache ich Filme nicht für die Kritiker, sondern für „die Welt”. Und die ist noch nicht erobert – ich meine das weniger im Sinne von nackten Zahlen als einer „gefühlten Reichweite”. Ich träume – durchaus gegen die deutsche Medienwirklichkeit – von einem Film, der relevant im Kino ist, mit dem in der Öffentlichkeit umgegangen wird, um Gegenwart zu bestimmen. Da bin ich noch nicht und womöglich ist dieser Anspruch auch nicht zu verwirklichen, aber er gibt eine Richtung vor. Was die Verbindung von „guten Kritiken” und Zuschauerzuspruch betrifft: die gibt allenfalls indirekt. Und die indirekten Verbindungen sind ungefähr so kompliziert wie in der Politik. Kann man einen Kanzler „erschreiben”? Im negativen eher als im positiven. So ist es im Film auch. Schlechte Kritiken können einem Film unter Umständen sehr schaden, gute Kritiken sind an der Kinokasse dagegen selten spürbar.

4) Koexistieren Filmkritik und Filmemachen womöglich nebeneinander, ohne etwas miteinander zu tun zu haben? Geht es dem Kritiker um die Kritik oder um den Film? Geht es dem Regisseur/Autor um das Ausleben der eigenen Kreativität oder um den Film? Können beide überhaupt das selbe Produkt meinen, wenn sie von dem „Film“ reden?

Für mich war die Grenze zwischen Kritik und Film nie so scharf gezogen. Film muss ja zunächst immer gedacht werden. Entgegen der populären Vorstellung einer Bauchkunst ist das durchaus ein intellektueller Vorgang: sich einen Film vorstellen, ihn formulieren, sich erklären gegenüber potentiellen Geldgebern etc. Das Filmemachen selbst ist ohnehin eine sehr logistische Arbeit. Aber egal wie viel man weiss über den eigenen Film: am Ende klafft immer eine Lücke zwischen dem, was man machen wollte und dem Film selbst. Um diese Lücke zu überbrücken, gewissermassen auch den blinden Fleck des eigenen Selbstbildes, ist die Kritik ganz wesentlich. Mich beschäftigt die Frage „Was habe ich eigentlich gemacht” sehr, insofern freue ich mich über scharfsichtige Analysen – mehr oder weniger unabhängig davon, ob die Autoren den Film nun loben oder nicht. In diesem Sinne „gute” Kritiken, die mir Erkenntnisgewinn bringen, sind natürlich äusserst selten, ungefähr so selten wie gute Filme wahrscheinlich. Die Arbeit am Text für den Kritiker hat sicher eine andere Dynamik als die Arbeit am Set, und doch ringen beide Seiten um Begriffe, um ein Verhältnis zur Welt. Und so wie es für den Filmemacher letztlich ja auch nicht um den Film allein, sondern eben um die Welt geht (oder gehen sollte), um die Frage: „Was ist wirklich?”, so geht es dem Kritiker auch nicht um den Film allein oder seine Kritik sondern um die Welt: was sie bedeutet, wie sie funktioniert. Jeder Film ist ein Modell, eine Weltbeschreibung.


Die Branche wirkt schon seit einiger Zeit verunsichert: Urheberrechtsdebatten, Piraterie, Filmpreis, Til Schweigers Presseverhalten – welche Ursachen könnten Deiner Meinung nach diese Frontenkämpfe haben? Stimulieren die medienpolitischen und gesellschaftlichen Umbrüche des digitalen Zeitalters die Überlebensreflexe eines überholten Systems? 

Der Medienwandel – und damit verbunden diverse Anpassungsschmerzen in Sachen Urheberrecht, Finanzierung, Rolle der Presse usw. – geht wie ein tropischer Sturm durch eine Branche, die – vielleicht gerade weil die Arbeit so unsicher ist – sehr strukturkonservativ ist. Vieles hat sich geändert, vieles wird sich noch ändern. Das Urheberrecht ist sicherlich in der jetzigen Form nicht zukunfstfähig. Entscheidend für mich ist, dass der Film als Medium lebendig ist. Daran zweifle ich keine Sekunde. Wir leben in einer aufregenden Zeit, was das Kino betrifft. Und damit meine ich ausdrücklich auch Deutschland. Dass der Deutsche Filmpreis Aufbruch und Risiko so schlecht widergibt, ist ein Problem mindestens für den Teil der Öffentlichkeit, der wenig Zugang hat zu Alternativen im Kino, also mehr oder weniger die ganze Republik ausser einigen Großstädten. Der Filmpreis könnte ein Schaufenster sein für das, was zu entdecken ist, während er jetzt nur das Bekannte feiert.

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Eine online lesbare Ausgabe (Nr. 14) des Revolver-Magazins zum Thema Filmkritik findet man HIER

Dienstag, 18. September 2012

Das Kleine Fernsehspiel: Lucas Schmidt im Interview

Lucas Schmidt ist seit 1997 Redakteur beim Kleinen Fernsehspiel. Neben der dramaturgischen Betreuung von Spiel- und Dokumentarfilmen ist er als Koordinator von Quantum, dem Formatlabor des Kleinen Fernsehspiels, verantwortlich für die Entwicklung neuer Fernsehformate. Zu seinen vielfach ausgezeichneten Projekten gehören aktuell die Spielfilme "Waffenstillstand" von Lancelot von Naso und "Schwerkraft" von Maximilian Erlenwein, der Dokumentarfilm "Login2Life" von Daniel Moshel sowie die internationale Koproduktion "Easy Money" von Daniél Espinosa. (via ZDF-DKF )



1. Wofür steht das DKF?
Das DKF steht für die erste Adresse in Deutschland für den Filmnachwuchs. Hier entstehen die ersten Filme. Hier starten Regisseure, Drehbuchautoren und Schauspieler und viele andere Beteiligte ihre professionellen Karrieren.

2. Wieviele Produktionen entstehen jährlich und wieviel Sendetermine gibt es zur Zeit?
Derzeit entstehen 20 Neuproduktionen pro Jahr. Das Verhältnis von Fiktion zu Dokumentarischem ist etwa 50:50.

3. Wieviele Einreichungen pro Jahr?
Wir erhalten im Jahr zwischen 600 und 800 Einreichungen , häufig von Filmstudenten, Autoren und Regisseuren, aber auch Autodidakten.
Daneben reichen natürlich auch viele Produzenten bei uns Projekte ein. Das Verhältnis ist ebenfalls ziemlich ausgeglichen.

4. Wie sollte die Einreichung aussehen, damit sie in die engere Wahl kommt?
Es kann jederzeit eingereicht werden und zwar in jedem Stadium, sei es ein Exposé, Treatment oder ein fertiges Drehbuch. Wir bevorzugen früh in die Entwicklung einbezogen zu werden. Wichtig ist für uns auch, einen Kurzfilm oder eine vorherige filmische Arbeit des Einreichers sichten zu können. Man sollte immer nur einen Kollegen adressieren und nicht die ganze Redaktion mit Arbeit eindecken;-) Und bitte nicht per email einreichen und etwas Geduld mitbringen, da eine sorgfältige Prüfung einfach etwas Zeit braucht.

5. Da es für Autoren nichts nervenaufreibenderes gibt als auf Feedback zu warten: Gibt es offizielle Entscheidungstermine, nach denen man sich richten kann oder wie sind die üblichen Wartezeiten auf Antwort?

Man muss mit etwa 3 Monaten Wartezeit rechnen. Wenn einer der Redakteure überzeugt von einem Projekt ist, reicht er es  in die Redaktionskonferenz ein, die etwa alle drei Monate stattfindet. Dort werden alle Projekte von allen Kollegen gelesen und lektoriert und schließlich darüber abgestimmt.

6. Das Formatlabor "Quantum" ist ein Experimentierfeld für neue innovative Fernsehformate. Wie läuft da die Entscheidungsfindung ab?

Die Koordination für Quantum liegt bei Lucia Haslauer und mir (Lucas Schmidt). Gemeinsam mit der Redaktionsleiterin des Kleinen Fernsehspiels Claudia Tronnier treffen wir uns regelmäßig, bewerten eingereichte Projekte und vergeben Entwicklungsaufträge.

7. Wieviele Piloten werden jährlich produziert?
Etwa zwei pro Jahr.

8. Ist der späte Sendeplatz des DKF ein Fluch oder Segen?
Der späte Sendeplatz bedeutet in erster Linie eine große Freiheit für unsere Regisseure, ihre eigene Handschrift zu entwickeln, eben ohne großen Quotendruck. Ein Experimentierfeld. Andererseits freuen wir uns natürlich auch, wenn Produktionen des DKF auf früheren Sendeplätzen gesendet werden. Das geschieht mehrmals jährlich in unseren Highlight-Reihen "Shootingstars" und "100 % Leben" , und natürlich besonders in den Partnerkanälen wie 3sat, Arte und natürlich zdfneo und zdf.kultur. So haben wir bei zdf.kultur sogar einen festen Wiederholungstermin am Freitag zur Primetime um 20:15 Uhr.

9. Welchen Rat hast Du für die Nachwuchsproduzenten und -autoren da draußen, die sich eine Zusammenarbeit mit dem DKF wünschen?
Kenntnis des Fernsehens ist z.B. recht hilfreich ;-) Nein im Ernst: man muss sich natürlich mit den Möglichkeiten des Mediums Fernsehen auseinandersetzen.
Aber man muss auch an sein Projekt glauben und sich nicht beirren lassen von etwaigen Trends usw. sondern versuchen, sich treu zu bleiben und seinen eigenen Weg zu finden.
Und ruhig den Mut haben uns anzusprechen, dafür sind wir da.

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Dienstag, 14. August 2012

Asghar Farhadi

Asghar Farhadi, Autor und Regisseur vom letzjährig zurecht gefeiertem "Nader & Simin" spricht über seine Arbeit:


Dringende Empfehlung: "About Elly", seinen vorherigen, zumindest genauso ausgezeichneten Film.

Sonntag, 12. August 2012

From Bitter Script Reading To 12 Step Screenwriting

Der Bitter Script Reader teilt auf seinem Blog und via Twitter seine Erfahrungen als Reader im Business.
Zusätzlich hat er sich die Mühe gemacht, eine 12-teilige Serie mit Screenwriting Tipps auf youtube zu stellen, deren Mehrwert jeder für sich selbst herausfinden muss.
Nur wer charakterlich so gefestigt ist, auch von einer Handpuppe Tipps für seine Arbeit annehmen zu können, sollte hier reinschauen:

 

Samstag, 21. Juli 2012

Pilar Alessandra - The Coffee Break Screenwriter

Und schon wieder ein Drehbuch-Guru mit der Zauberformel zum Hit: Pilar Alessandra nimmt das Zeitproblem des Feierabend-Autors in ihrem Buch "The Coffee Break Screenwriter" zum Ausgangspunkt ihres Ratgebers. Sie hat einen Fragenkatalog formuliert, mit dem man jeden Tag "während der Kaffeepause" kleine inhaltliche Zielvorgaben für sein Drehbuch erfüllen kann.
Wenn man, wie bei allen Drehbuchratgebern, seine Vorbehalte ruhen lässt und das Brauchbare für die eigene Arbeit herausfiltert, kann man sich diesen effizienten Blick auf die dramatische Konstruktion seiner Geschichte sinnvoll zu nutze machen.


Freitag, 6. Juli 2012

Spec-Script Sale

Scott Myers von "Go into the Story" hat sich die Mühe gemacht, alle verkauften Spec-Scripts ab 1991 (und vereinzelt auch noch frühere) aufzulisten - mit Infos über die Produktionsfirmen, ob es einen "bidding war" gegeben hat etc: http://gointothestory.blcklst.com/2012/07/the-definitive-list-of-spec-script-sales-1991-2012-every-link.html

Da findet man auch immer wieder notable mentions wie z.B. "Inception", dass "Training Day" für 1 Mio Dollar verkauft wurde oder "The Counselor", das erste Script, das Cormac McCarthy geschrieben hat.

Mittwoch, 4. Juli 2012

The 36 dramatic situations

Im 18. Jahrhundert hatte der italienische Dramatiker Carlo Gozzi (1720–1806) eine Liste mit dramatischen Konstellationen erstellt, auf die sich jedes Drama zurückführen lassen. Im nächsten Jahrhundert führte der Franzose Georges Polti die Arbeit Gozzis fort und verfasste folgende Liste, die mit Beispielen jeden der einzelnen Punkte illustriert: The Thirty-Six Dramatic Situations (englisch).

Und hier der Wikipedia-Eintrag zu den 36 Situationen:  http://en.wikipedia.org/wiki/The_Thirty-Six_Dramatic_Situations 

Dienstag, 3. Juli 2012

Warum ist der deutsche Film so mies?

Radiosendung "Zündfunk" im BR mit folgendem Beitrag:
"Können die Deutschen nur noch den lustfeindlichen und bedeutungsschwangeren Themenfilm? Der Versuch einer Tiefenanalyse Können die Deutschen nur noch den lustfeindlichen und bedeutungsschwangeren Themenfilm? Vor der Vergabe des deutschen Filmpreises durch die Filmakademie fachte der bekannte Film- und Fernsehregisseur Dominik Graf eine immer wiederkehrende Diskussion neu an. Gehen die Fördergelder an die Richtigen? Wie mächtig sind die Fernsehanstalten? Gibt es zu viele Jungregisseure mit zu mäßigen Ideen? Warum haben es Genrefilme so schwer, von guten Fernsehserien ganz zu schweigen? Der Versuch einer Tiefenanalyse. Auf der Couch: Benjamin Heisenberg, Dominik Graf, Hans Christian Schmid und Urs Odermatt (Filmemacher), Alfred Holighaus (Deutsche Filmakademie), Eoin Moore (Head-Autor Polizeiruf Rostock), Rüdiger Suchsland (Filmkritiker)."
http://www.br-online.de/podcast/mp3-download/bayern2/mp3-download-podcast-zuendfunk-generator.shtml

Freitag, 29. Juni 2012

Social Media Update:

Den Drehbuch-Courier gibt es nun auch auf Facebook. Ob dort einfach nur die Hinweise und Blogposts von hier mitgeteilt werden oder ob sich das anders entwickelt bleibt erstmal abzuwarten.