Donnerstag, 31. März 2011

Britsches Fernsehen - 3 Empfehlungen

The Wire, Mad Men, Dexter, True Blood, Six Feet Under, The Shield, Deadwood, Lost - alle Welt spricht nur von Serien, Serien, Serien. Lange schon bedient das Fernsehen im englischsprachigen Raum ein erwachsenes Publikum, während das Hollywood-Kino durch immer infantilere Märchenfantasien geprägt wird. Doch nicht nur die USA, sondern auch Großbritannien pflegt ein innovatives TV-Programm, mag die BBC sich in der letzten Dekade zum Schlechteren (=Oberflächlicheren) geändert haben - die Qualität des TV Dramas wird trotz des kommerziellen Anspruchs gepflegt und ansprechend umgesetzt. Da die "Red Riding"-Reihe auch in Deutschland Zuspruch fand und (unter dem ebenfalls anglizistischen und deshalb redundanten Titel "Yorkshire Killer") in der ARD gesendet wurde, sollen hier einfach einige Serien empfohlen werden:

WHITECHAPEL
Pünktlich zur Beförderung zum Chef der Mordkommission muss DI Joe Chandler einen Serienkiller fassen, der sich an den Jack The Ripper-Morden orientiert.

LUTHER
John Luther (Idris Elba, vielen noch bekannt als "Stringer Bell" in THE WIRE) muss als jähzorniger, unberechenbarer Cop Mörder stellen. Klingt erstmal gewöhnlich, aber die Serie zeichnet sich durch fürs Fernsehen expliziten grit aus.

FIVE DAUGHTERS
In einem documentary/drama werden die als Ipswich-Murders bekannten Morde an fünf Frauen durch die fiktive Meditation der letzten Wochen dieser Frauen erzählt. Eher Drama als crime demonstriert "Five Daughters" die Möglichkeiten und Vorteile seriellen Erzählens. Hoffentlich bald auf DVD zu haben.

Dienstag, 29. März 2011

Optimierung der Produktion

Zur Orientierung und zu Archivierungszwecken hier nochmal das mittlerweile knapp 11 Jahre alte, damals höchst umstrittene ARD-Papier.

Das interne Papier von ARD-Fernsehfilm-Koordinator Jürgen Kellermeier, das von der Konferenz der Programmdirektoren „zustimmend zur Kenntnis genommen worden ist“, so Kellermeier.
Acht Punkte zur Optimierung der Produktionen im Bereich Fernsehfilm/Hauptabendserie

(Im Zuge der Debatte wurde das Wort „Alibi-Projekte“ (Punkt sechs) gestrichen.)


"1. Konsequente Orientierung an den Sendeplatzbeschreibungen für die Hauptabend-Termine (Sonntag, 20.15 Uhr, Dienstag, 20.15 Uhr; Mittwoch, 20.15 Uhr) einschließlich der Reichweitenziele.
2. Konsequente Orientierung an den vereinbarten Vorgaben und Erfolgskriterien (vgl. Anlage 2). Die Vorgaben sind zugleich die Maßstäbe für die Qualität der Filme.
3. Konsequente Kontrolle und Durchsetzung der Vorgaben, Kriterien und Sendeplatzbeschreibungen durch die zuständigen Redaktionen in allen Stufen der Planungs- und Produktionsprozesse – ebenso durch die Koordination Fernsehfilm.
4. Gewährleistung der ausreichenden Finanzierung durch alle Häuser: Für 100 Erst-Sendetermine pro Jahr sind bei 2,5 bis 3 Millionen pro Film ca. 250 bis 300 Millionen Mark erforderlich (auf die Häuser nach Quoten zu verteilen).
5. Gewährleistung der Zulieferungen aus den Häusern nach Maßgabe der Zulieferquote.
6. Die ARD sollte – wie das ZDF schon seit langem – auf Alibi-Projekte verzichten, bei denen von vornherein absehbar ist, dass sie das Interesse des großen Primetime-Publikums nicht finden werden. Projekte, die voraussichtlich von mehr als 90 Prozent der Zuschauer nicht gesehen werden, sollen für das Hauptabendprogramm nicht in Betracht gezogen werden. Der Qualitätsanspruch darf nicht von dem Ziel, ein breites Millionenpublikum zu gewinnen, getrennt werden. Die optimale Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Programmauftrages erweist sich nicht in der Minimierung des Zuschauerinteresses.
7. Verbesserung der Voraussetzungen für die Beschaffung/Produktion von attraktiven Mehrteilern: Einrichtung einer Gemeinschaftsredaktion und eines Gemeinschaftsetats. Der Etat sollte für 2 bis 3 Mehrteiler (mit drei oder vier Folgen) bei ca. 30 Millionen Mark pro Jahr liegen.
8. Verbesserung der Promotion und der Bewerbung der aufwendigen fiktionalen Produktionen (u.a. durch verstärkten Einsatz von Trailern und Programmhinweisen und durch Intensivierung von Werbemaßnahmen).
Anlage 2
In der Koordination Fernsehfilm vereinbarte Vorgaben und Erfolgskriterien für Fernsehfilme:
1. Geschichte/Stoff: Attraktiv, unterhaltsam und/oder interessant/relevant (möglichst Generationen übergreifend).
2. Erzählweise: Durchgängige Verständlichkeit; unkompliziert, einfach, klar, auf keinen Fall verwirrend; an den Menschen, nicht nur an den Themen orientiert. Entscheidende Bedeutung des Anfangs: Ein schlechter, misslungener, komplizierter oder verwirrender Anfang verdirbt den gesamten Film.
3. Titel: Einladend, anziehend, mit attraktivem und interessantem Assoziationsfeld.
4. Emotionalität
5. Sympathieträger: Zumindest eine Figur muss Träger von Sympathie und/oder Mitleid der Zuschauer sein.
6. Stars: Hauptdarsteller mit möglichst hohem Bekanntheitsgrad.
7. Milieu: Attraktiv, zumindest interessant, nicht abstoßend.
8. Genre-Klarheit: Keine Vermischung der Genres.
9. Vermeidung von Negativ-Kriterien: z.B. Exzessive Gewaltdarstellungen, Lehrhaftigkeit, vermeintlicher und verquaster Tiefsinn, Unverständlichkeit, übertriebene formale Spielereien, Untertitelungen, komplizierte, unverständliche und unattraktive Anfänge."


via: http://www.welt.de/print-welt/article531331/Das_ARD_Papier_zum_50_Geburtstag.html

Sonntag, 27. März 2011

Script Secrets

Einen amüsanten Blog zum Thema Drehbuchschreiben führt William C. Martell: Auf http://www.scriptsecrets.net veröffentlicht er jeden Tag einen neuen Tip zum Schreiben. Was man jedoch nicht tun kann, ist etwa ältere Einträge nachzuschlagen, sondern man sieht sich ausschließlich mit dem aktuellen Tagestip konfrontiert. Manchmal interessant, manchmal amüsant, manchmal redundant - aber immer wieder überraschend.

Sonntag, 20. März 2011

DVD: Tales from the Script (Peter Hanson)

In den USA ist ein Dokumentarfilm von Tom Hanson erschienen, in dem unzählige Drehuchautoren zu Wort kommen, um ihre Erfahrungen mit dem Schreiben und der Filmindustrie zu teilen: " Tales from the Script ". Zu Wort kommen Autoren wie Shane Black, Bruce Joel Rubin, John Carpenter, John August, Steven De Souza, Jose Riviera, Frank Darabont, Billy Ray u.v.m. Die Kapitel lauten unter anderem: "Food Stamps and Good Wishes" und "Nobody Wants Your Stuff":
Parallel dazu gibt es das ganze (wohl in ausführlicherer Form, 368 Seiten) auch gedruckt:Peter Hanson: Tales From The Script.

Donnerstag, 17. März 2011

Celtx Video Tutorials

Für jene, die mit dem Gedanken spielen, Celtx auszuprobieren, gibt es hier 30 Video Tutorials (auf englisch) auf youtube zu sehen: Celtx Video Tutorials

Deutsche Akademie für Fernsehen

Auf dem Podcast des VDD ist seit heute ein neues, höchst interessantes Interview zu hören, diesmal mit Jochen Greve, der mit weiteren Fernsehschaffenden die "Deutsche Akademie für Fernsehen" gegründet hat. Ausschlaggebend für diesen Vorstoß war der letztjährige Fernsehpreis, bei dem die Kreativen keine eigenen Preise mehr bekommen hatten.
VDD PODCAST
http://deutscheakademiefuerfernsehen.de/

Dienstag, 15. März 2011

Die Farce um den neuen Schweizer "Tatort"

Der hierzulande recht angesehene Schweizer Regisseur Markus Imboden (der mit Holger Karsten Schmidt z.B. das kürzlich gesendete "Wespennest" im ZDF gemacht hat) darf seinen "recht ordentlichen" Tatort nicht zeigen, sondern muss offiziell nachdrehen und nachsynchronisieren.
Nathalie Wappler, die neue Kulturchefin von SRF, hat es so angeordnet:
 HIER ein Artikel der Basler Zeitung, inklusive einem Video-Interview mit dem Filmkritiker Wolfram Knorr.

Samstag, 12. März 2011

Deutsche Soaps und Serien: Diskussion

Anlässlich der MINTiFF-Konferenz wurde u.a. zum Thema" Deutsche Soaps und Serien im Spannungsfeld zwischen Verantwortung, Eskapismus und Produktionszwängen" eifrig diskutiert:
mehr auf dem MINTiFF Youtube Kanal

Donnerstag, 10. März 2011

Tony Grisoni - Red Riding Trilogie

Tony Grisoni ist bei vielen vor allem für seine Arbeit mit Terry Gilliam bekannt geworden. Er schrieb "Fear & Loathing in Las Vegas", "Tideland" und das leider unverfilmte "The Man Who Killed Don Quixote". Basierend auf den Romanen David Peaces entstand vor zwei Jahren eine der spannendsten und düstersten TV Produktionen der letzten Jahre.
Hier das Interview bei der Writer's Guild Of America: Tony Grisoni

Mittwoch, 9. März 2011

Cenk Batu geht, der Tatort bleibt

Der Hamburg Tatort mit dem verdeckten Ermittler Cenk Batu (Mehmet Kurtulus) wird nach 6 Folgen eingestellt. Das von Doris Heinze mitentwickelte Format, das in der Kritik sehr gut ankam und auch beim Grimme Institut Eindruck hinterlassen hat, fiel nach ARD-Maßstäben beim Publikum durch. Laut diesem Artikel beruht die Trennung wohl auf Gegenseitigkeit, auch wenn man sich fragen muß, wie sehr die Beratungsresistenz eines Schauspielers auf das fertige Produkt auswirken kann, solange er sich ans Buch hält - Für die Quote darf das also nicht als Grund angeführt werden.
Nun gibt es beim "Tatort" Redaktionen/Sender, denen es nur um die Quote geht, und andere, wie den HR, die mit experimentellen Büchern erfolgreich aus der Reihe tanzen. Wird man sich in Hamburg auf Altbewährtes zurückbesinnen, da das "Experiment" vom verdeckter Ermittler nicht funktioniert hat, oder versucht man die Richtung zu modifizieren und weiterzugehen? Mit seinem Hafen und dem Kiez bietet Hamburg doch sicherlich genug Material für besondere Ideen. Der "Tatort" an sich ist absurderweise ja eine der wenigen Spielflächen für erzählerische Experimente in Deutschland, wofür gerade die klassischen Quotenepisoden verantwortlich sind, da diese eine Sicherheit und einen Rahmen bieten, in dem sich gelegentlich Ungewöhnliches entwickeln kann und man mit trojanischen Pferden ungeschoren davonkommen kann.

Das Problem dieser Sicherheit ist der monolithische Charakter des Slots, der so stark auf diesem Sonntag-20:15 Uhr-Sockel ruht, dass dort keine Variationen akzeptabel sind. Die Sender lieben ihre Slots und stecken viel Zeit und Mühe und Geld in die Etablierung (der Comedy Freitag!) und begründen diese Arbeit damit, dass das Volk wissen will, was wann im TV läuft, ohne in die Fernsehzeitung zu schauen. Beständigkeit. Manche sagen, dass genau dies eine typisch deutsche Haltung sei: eine (wieder-)erkennbare Ordnung und deutlich sichtbare Abgrenzungen. Nur wenn der Rahmen klar ist, kann man den Inhalt aufnehmen (es gibt ja dieses Gerücht, dass Deutschland das einzige Land sei, indem Karikaturen und Bilderwitze den Untertitel "Ohne Worte" tragen). Es heißt, die Sender (wir sprechen hier von den öffentlich-rechtlichen) würden immer mal wieder versuchen, auch Anderes, Neues, Experimentelles ausprobieren, man das aber nicht sehen würde, weil es im TV-Programm untergeht und der Zuschauer das nicht annimmt - das wäre ungefähr so, als wenn man einem Affen jeden Tag Bananen gibt und dann versucht, ihm ohne Vorwarnung ab und an eine gelbe Zucchini unterzujubeln.
Zuerst befördert man jahrzehntelang die Verknöcherung eines Sehverhaltens und begibt sich dann auf die andere Seite und beklagt sich, der Zuschauer würde das Programm nur so annehmen und nicht anders. Dann wird der KDD-Kriminaldauerdienst eben abgesetzt, weil nur zu wenige Millionen Zuschauer das sehen wollten. Das einzig horizontale im TV soll bitte nur die Position der Leiche auf dem Boden haben.

Eine wirkliche Möglichkeit wäre es, einen freien Slot einzuführen, abends, zwei Stunden, indem Produzenten nicht nur Dramen oder kleine Fernsehspiele (die mitten in der Nacht ein Schattendasein führen), sondern sich vor allem an Mini-Serien ausprobieren könnten. Es muss nicht immer gleich der Zweite Weltkrieg mit 1000 Komparsen sein, die Briten machen uns seit Jahrzehnten vor, dass man in kurzen Serienformaten die Stärke des Fernsehens am besten ausspielen kann. Die in Deutschland "anscheinend" verhasste horizontale Erzählweise, die international nicht nur in den USA das Kino auf den zweiten Platz verbannt hat, sondern auch bei unseren Nachbarn scheinbar funktioniert (z.B.  Five Days, Matrioshki). Dass Dominik Grafs und Rolf Basedows "Im Angesicht des Verbrechens" trotz der unglaublichen Medienoffensive anscheinend nicht angenommen wurde (und dann in der ARD schändlich ins Nachtprogramm verbannt wurde), hat zuersteinmal nichts mit der Qualität der Serie, sondern mit den Sehgewohnheiten der Zuschauer zu tun, die mit solchen Formaten NOCH nicht umzugehen wissen. Das sollte eigentlich eher der Startschuss sein, anstatt als Vogelscheuche für jedes mehrteilige Projekt mißbraucht zu werden.
Der Vollständigkeit halber muss man aber anmerken: Interessanterweise hat gerade der SWR, der für Innovation nicht ganz so bekannt ist, mit der "Debüt im Dritten"-Redaktion die dystopische Mini-Serie "Alpha07" an den Start gebracht, die überraschenderweise wirklich erfrischend war und oft über das "gut gemeint"-Urteil hinausging.

Aus Sicht der Programm-Macher ist dieser Vorschlag natürlich utopisch und geschäftsschädigend. Ein Programm, dass am Ende des Tages keinen Abschluss hat, sondern sich über mehrere Tagen, ja Wochen zieht und dann auch noch so konstruiert ist, dass man chronologisch alles gesehen haben muss, um dem Inhalt folgen zu können?  Destruktiver kann man nicht programmieren. Ein Programm soll abgeschlossen sein, da im Programmiergeschäft nur in Tagen gedacht wird. Morgen, Vormittag, Mittag, Nachmittag, Vorabend, Abend, Nacht. Dann wird mit Hinblick auf die Konkurrenz programmiert: mal harmonisch in Abwechslung, mal agressiv  direkt dagegen. Die öffentlich-rechtlichen haben aber keine Konkurrenz bzw. keine Rivalen?Doch, sich selber gegenseitig. Nur zu oft kann der Zuschauer Zeuge dieses Quotenkampfes werden, bei dem oft das ZDF versucht aus der Ecke des kleinen Bruders durch "moderneres" Programm aufzutrumpfen, während die ARD mit der Gemächlichkeit eines alten Patriarchen dagegenschießt. Angebtrieben von der alles überschattenden Quote wird mehrmals täglich abgeglichen wer wieviel Zuschauer halten bzw. stehlen konnte. Die Privaten, deren Finanztöpfe im Vergleich mit den Öffentlich-Rechtlichen nur einen Bruchteil an Kapital fassen, haben ihr abschreckendes Beispiel mit der Mini-Serie "Blackout", die trotz positiver Vorabkritiken den Quotenvorstellungen nicht entsprach und still unterging (Wenn man bei SAT1 den Sonntagabend tatsächlich als besten Sendeplatz auserkoren hat ohne Blick auf die ARD oder den PRO7-Blockbuster und dann auch noch direkt nach "Nur die Liebe zählt" einen Stoff programmiert, indem korrpute Polizisten, Drogen, Prostitution und homoerotischer Oralverkehr gezeigt wird, darf man sich nicht wundern, dass man nicht der Hit des Wochenendes wird). Dort wird man im Fictionbereich lange nichts anderes mehr sehen.
Zurück zum "Tatort": Wenn man schon diesen Mammut für den Sonntagabend etabliert hat, könnte man ihn doch diese Sicherheit (Danke, Slot!) dazu benutzen, stärker zu experimentieren und eventuell sogar kleine Spin-Offs generieren, die den "Tatort" (und damit den Mammut) ausweiten und im Programm verschiedene kleine "Tatorts" plazieren. Günther Jauch ist ja auch jeden zweiten Abend auf dem Bildschirm.

Die Slotpolitik an sich wird in (naher) Zukunft so oder so untergehen, da der Zuschauer immer stärker interagiert und sich sein Programm durch online-Angebote selbst zusammenstellt. Ähnlich, wie sich das Musikverhalten sich von der Hitparade weg zu hunderten Nischen hin entwickelt hat, wird sich das auch für die Vorlieben der Sehgewohnheiten einstellen. Dann zählen wieder mehr Inhalte und weniger der Rahmen.

Bleibt abzuwarten, wann bzw. ob sich in Deutschland das Vertrauen in komplexere Formate festigt und der Programmdirektor sich nicht mehr so sehr an die Slots klammert, sondern die Quote auch mal Quote sein läßt, um sich ein klein wenig Raum zum Experimentieren zu schaffen (welch kindlicher Wunsch!). den Auftrag, die Allgemeinheit bedienen zu müssen, sollte man nicht immer als Schutzschild mißbrauchen. Der Zuschauer wird es irgendwann belohnen. Was eben nunmal länger als einen Tag dauert.

Paddy Chayefsky spricht

Hier ein seltenes Interview mit Paddy Chayefsky, der so Monumentales wie Lumets "Network" geschrieben hat:

Sonntag, 6. März 2011

Barton Fink (Joel Coen, 1991)

Wer für das Bewegtbild schreibt, muss diesen wunderbaren Film der Coen-Brüder gesehen haben, gehört er doch zu ihren besten:


Barton Fink
Barton Fink - Wikipedia

Jimmy McGovern-Interview

Jimmy McGovern machte sich in den 90ern in England einen Namen mit seiner Serie "Cracker - Für alle Fälle Fitz" und zählt dort heute zu den renommiertesten Autoren für das Fernsehen. Seine Filme und Serien sind geprägt vom Zusammenprall katholisch-gefärbter Moralfragen wie Schuld und Vergebung und der Judikative westlicher Staaten. Eine seiner herausragendsten Arbeiten, "The Street", nimmt Kieslowskis Sujet aus dem "Dekalog" auf: im Mikrokosmos einer fiktiven Straße werden die Bewohner und ihre Beziehungen zueinander entflochten, indem in jeder Folge ein anderer Bewohner als Hauptfigur im Licht steht und durch seine Handlungen und seinen Charakter den vorhergegangen Geschehnissen (ein Mädchen wurde angefahren) eine neue Facette hinzufügt.



Hier der Link zu einem ausführlichen Interview mit Jimmy McGovern auf der auch sonst recht informativen Seite "writersroom" der BBC:
Jimmy McGovern Interview

Willkommen

Dieser Blog sei der Zunft der deutschen Drehbuchautoren und ihrer Arbeit gewidmet.