Donnerstag, 25. August 2011

Martin McDonagh: Six Shooter

Der irische Theater- und Filmautor Martin McDonagh hatte mit "Brügge sehen und sterben" ("In Bruges") ein höchst amüsantes und gleichzeitig melancholisches Drama geschaffen, in dem Colin Farrell und Brendan Gleeson zwei zu Touristen degradierte Killer spielen, die sich mit den großen Fragen des Lebens beschäftigen. Für seinen ersten, davor erschienen Kurzfilm "Six Shooter" (ebenfalls mit Brendan Gleeson) hatte er sich bereits einen Oscar abgeholt.
Hier kann man sich das Werk anschauen:



Zusatz: 30 min Interview mit Martin McDonagh

Sonntag, 14. August 2011

Dennis Potter - The Last Interview

Nun zu etwas persönlichem: Ich habe Dennis Potters Mini-Serie "The Singing Detective" (1986) zum ersten Mal vor einigen Jahren auf alten, auf dem Flomarkt erworbenen VHS Kassetten sehen dürfen - Sprachlosigkeit, Verzückung, Freude, Ehrfurcht, Glück. Seitdem hat sich das Genre der Mini-Serie für mich in vielen weiteren Gestalten (Matroesjkas, Traffik, State Of Play, Epitafios, Forbrydelsen, Pennies From Heaven, La Piovra, GBH, Der große Bellheim usw) bestätigt.
Dennis Potter zählt zu Englands herausragendsten Autoren fürs britische Fernsehen und sein "Singing Detective" zu den besten Fernsehereignissen aller Zeiten. Seit er als junger Erwachsener plötzlich von der ihn später lebenslang quälenden Krankheit Psoriasisarthritis befallen wurde, war das Schreiben für ihn nicht nur geistige, sondern auch körperliche Schwerstarbeit (die Arthritis ließ seine Hände zu Fäusten verkrampfen). Vor diesem Hintergrund liest sich die Synopsis des "Singing Detective" dramatisch:
"Mystery writer Philip E. Marlow is suffering writers' block and is hospitalised because his psoriatic arthritis, a skin and joint disease, is at a chronic stage forming lesions and sores over his entire body, and partially cripples his hands and feet. As a result of constant pain, a fever caused by the condition, and his refusal to take medication, Marlow falls into a fantasy world involving his Chandleresque novel, The Singing Detective, an escapist adventure about a detective (also named "Philip Marlow") who sings at a dance hall and takes the jobs "the guys who don't sing" won't take."
Also: Ein durch Psoriasisarthritis gelähmter, zynischer Schriftsteller halluziniert sich durch Episoden seiner Kindheit und die Handlung seines Kriminalromans und erkennt, woher sein Kunstdrang und seine Inspiration kommt.
Es gibt noch so viel zu berichten (und ich ahne, dass ich später an anderer Stelle auf diesem Blog sicher auch noch näher darauf eingehen werde), aber wichtig für das folgende Interview ist, dass Potter, während er sich 1994 um seine an Krebs erkrankte Gattin gekümmert hatte, erfahren musste, dass er selbst an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt war und nur noch wenige Wochen zu leben hätte. The South Bank Show's Melvyn Bragg konnte Potter zu einem letzten Interview überreden:


PS: Es erschien 2003 eine Hollywood-Filmversion vom "Singing Detective" mit Robert Downey jr. und Mel Gibson nach einem Original-Drehbuch von Potter, von dem ich dringendst abraten will.
PPS: HIER schreibe ich über Potters frühes TV-Play "A Beast With Two Backs".

Dienstag, 2. August 2011

Frank Pierson - On Hollywood and Cinema

Frank Pierson ist vor allem bekannt für seine Arbeiten mit Regisseur Sidney Lumet: "Hundstage" (Dog Day Afternoon) und "The Anderson-Clan". Als Teil der vielgerühmten 60-70er Jahre in Hollywood hat sich Pierson aber vor allem auch durch das Buch zu "Cool Hand Luke" ("Der Unbeugsame") um einen Platz neben William Goldman, Arthur Penn und Francis Coppola verdient gemacht.
Hier plaudert der Gute während eines Vortrags aus dem Nähkästchen: