Montag, 14. November 2011

Cesare Zavattini - Some Ideas On The Cinema



Man kann den italienischen Neo-Realismus nicht ohne Cesare Zavattini denken. Ohne Zavattinis Drehbücher wäre De Sica wohl immer der "Schauspieler, der auch selber Filme macht" geblieben, stammen doch "Die Fahrraddiebe", "Umberto D.", "Das Wunder von Mailand" und "Schuhputzer" alle aus Zavattinis Feder. Zavattini ging es darum, ein Kino ohne verfälschende Effekte zu produzieren, um den Blick auf das "reale" Leben frei zu machen.
Ich bin zufällig auf den folgenden Text von Zavattini gestoßen, in dem er u. a. verdeutlicht, warum eine alltägliche Handlung wie z.B. "Eine Frau geht Schuhe kaufen" (nicht nur ein Thomas Bernhardscher Einakter sondern auch) die Handlung eines abendfüllenden Spielfilms sein kann. Im folgenden erklärt er, wie: Zavattini - Some Ideas On The Cinema

Samstag, 12. November 2011

10 Fragen - Fred Breinersdorfer

Fred Breinersdorfer muss man deutschen Filmschaffenden nicht mehr vorstellen. Spätestens nach dem ausgezeichneten Fernsehfilm "Der Hammermörder" (1990) mit einem eindringlichen Christian Redl in der Hauptrolle standen Breinersdorfer aller Türen offen: Unzählige Tatorte, die Serie "Anwalt Abel", die international erfolgreiche Kinoproduktion "Sophie Scholl" und viele weitere Fernsehfilme stammen aus seiner Feder. Außerdem engagiert er sich im Namen des VDD und der neugegründeten "Deutsche Akademie für Fernsehen" für die Rechte von Drehbuchautoren.


1. Warum schreibst Du? 

Keine Ahnung. Macht Spaß.


2. Wie schreibst Du?
  
Im Bett, am Schreibtisch, im Flieger, in Cafés, im Park (dort nicht im Winter) im Zug (wenn er fährt).
  
3. Hast Du ein Lieblingswort?

Nöö. 

4. Wie entsteht ein Stoff?

Meistens habe ich morgens beim Aufwachen die besten Ideen. 


5. Wie strukturierst Du Deinen Stoff?
Intuitiv.


6. Kunst oder Quote?
Beides. 

7. Kino oder Fernsehen?
Beides.


8. Nenne 3-5 Lieblingsfilme/-Serien! 
Ich gucke fast nie Serien. Habe deswegen keine Liebling.


9. Drehbuchautoren in der Öffentlichkeit?
Ich helfe mit an der Imagepolitur durch Präsenz und Überzeugung.


10. Dein wichtigster Ratschlag:
Drehbuchschreiben ist ein weitgehend überschätzer Beruf. Finger davon lassen, wenn man es nicht 150% will.

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10 Fragen an:
Andre Georgi
Peter Probst

Freitag, 11. November 2011

Video: Das Fernsehen stößt an seine Grenzen

via cn-casting network:
Die Deutsche Akademie für Fernsehen: Geht´s noch?! - Das Fernsehen stößt an seine Grenzen
Ein Zusammenschnitt der Podiumsdiskussion der neugegründeten Akademie am Vortag des Deutschen Fernsehpreises 2011:
Videomitschnitt

Donnerstag, 10. November 2011

Deutsche Drehbücher zum Download

Der Podcast des VDD Stichwort Drehbuch bietet ab sofort auf seiner Seite (endlich!) deutsche Drehbücher zum Download an: Drehbücher
Man darf hoffen, dass die Database schnell wächst.

Mittwoch, 9. November 2011

Pinter spielt Beckett

Der neben Samuel Beckett wohl bekannteste britische Dramatiker (und Drehbuchautor von Filmklassikern wie Joseph Losey's "The Servant" und "Accident") des 20. Jh. und Nobelpreisträger Harold Pinter war parallel zu seiner Autorentätigkeit auch immer Schauspieler (er spielte einige seiner Stücke selbst). In dieser sehr späten Aufnahme, kurz nach seiner ersten Krebserkrankung, spielte er für eine BBC-Aufzeichnung Samuel Beckett's "Krapp's Last Tape":

Dienstag, 8. November 2011

Theater Of The New Ear

Der Filmkomponist Carter Burwell hatte die Idee eines Audio-Theaters, was man mit einem Live-Hörspiel vergleichen könnte. Er konnte dafür nicht nur Joel & Ethan Coen, Charlie Kaufman und Francis Fregoli für sich gewinnen die jeweils ein audio-play geschrieben haben, sondern auch folgende Schauspieler zur Mitarbeit bewegen: Steve Buscemi, Hope Davis, Peter Dinklage, Philip Seymour Hoffman, Brooke Smith,  John Goodman, Jennifer Jason Leigh, Tom Noonan und eine akzentfreudige Meryl Streep (die "Old Black Lady" zB wird von ihr gesprochen).
Auf seiner Homepage beschreibt Burwell das Projekt folgendermaßen:
"This is a concert for music and text, or a set of "sound plays". Frankly we don't know what the hell to call it.
Musicians and actors perform without staging or set, all seated behind music stands. The visual elements are minimalized. As the poster says "Leave your eyes at home."


"Sawbones" von Joel & Ethan Coen:






"Hope Leaves The Theater" von Charlie Kaufman:


"Anomalisa" von Francis Fregoli konnte ich nicht finden leider.