Freitag, 29. Juni 2012

Social Media Update:

Den Drehbuch-Courier gibt es nun auch auf Facebook. Ob dort einfach nur die Hinweise und Blogposts von hier mitgeteilt werden oder ob sich das anders entwickelt bleibt erstmal abzuwarten.

Neue Blogs

Ich habe in die Linkliste (hier links neben dem Text) ein paar neue Blogs hinzugefügt, die ich in letzter Zeit desöfteren lese und die, obwohl sehr Hollywood-lastig, auch für deutsche Drehbucharbeit hilfreich sein können: The Bitter Script Reader, Go Into The Story, Aspiring TV Writer, Scriptchat. HIER gibt es z.B. interessante Autoren-Interviews.

Donnerstag, 28. Juni 2012

Sir Ronald Harwood Lecture

"The Golden Rule is: there is no Golden Rule."

Auf Youtube gibt es eine schöne 70-minütige Lecture über das Schreiben des preisgekrönten Drehbuch- und Theaterautoren Sir Ronald Harwood, der u.a. für die Bücher zu "Der Pianist", "The Statement", "Die Taucherglocke und der Schmetterling", "Oliver Twist", "Being Julia", und "Cromwell" verantwortlich ist.



Hinweis: Die Lecture beginnt erst bei ca. 16:30, die Einführungen haben keinen Mehrwert.

Sonntag, 24. Juni 2012

Freitag, 22. Juni 2012

Richard Walter - Essentials Of Screenwriting

Script-Gurus gibt es in den Staaten a dime a dozen. Richard Walter ist Professor für Screenwriting and der UCLA und durch seinen Mainstream-Approach erfolgreich und auch recht beliebt in Hollywood. Im folgenden Interview umreißt er seine Theorien zum Schreiben für das Bewegtbild:

Samstag, 16. Juni 2012

Interview: Aaron Sorkin





UPDATE:

"The Newsroom" hat kommenden Sonntag Premiere auf HBO (und kurz darauf auch in Deutschland) und mittlerweile werden die ersten Kritiken veröffentlicht: Im "New Yorker" z.B. sucht die Rezensentin Emily Nussbaum vergeblich nach Positivem (Dank an E. Knörer für den Hinweis). 

Mittwoch, 13. Juni 2012

10 Fragen - David Ungureit

Ein Blick auf das Werk David Ungureits offenbart erstmal eines: Vielseitigkeit. Seit vielen Jahren schreibt er für "Notruf Hafenkante", aber auch "Danni Lowinski", für Kinderprogramme wie "Siebenstein" oder "Rennschwein Rudi Rüssel"; für die "Soko Rhein-Main", aber auch Märchenverfilmungen wie "Aschenputtel" oder die "Bremer Stadtmusikanten". Sprich: Ein Fernsehautor, im besten Sinn des Wortes.








1. Warum schreibst Du?

Ich fürchte, ich kann nix anderes. Ich hab lange Zeit mit einer Band Musik gemacht und die Texte geschrieben. Obwohl ich mir mit der Musik mehr Mühe gegeben habe, fiel mir das Texten doch erheblich leichter.
Ein Freund von mir ist Schauspieler und kam irgendwann mit einem Drehbuch für eine Serie an, in der er eine Rolle spielen sollte. Wir lasen es und fanden dann, voller jugendlicher Arroganz, dass wir das selber viel besser könnten. Also beschlossen wir, ein Drehbuch für den Film zu schreiben, den wir selber gerne im Kino sehen würden. Es wurde ein wüstes Drehbuch zu einem unbezahlbaren Science-Fiction-Film, der folgerichtig nie gemacht wurde. Allerdings konnten wir einige Aufmerksamkeit erregen, denn solche Drehbücher wurden (und werden) wohl eher selten als Visitenkarten von Neulingen vorgelegt. Eine Art unfreiwilliger „USP“.
Kurz darauf besuchten wir den Workshop von Frank Daniel – und das war’s: Ich wollte Drehbuchautor werden. Der Freund blieb lieber Schauspieler.
Gereizt haben mich immer gute Plots, ob im Film oder in der Literatur. Zu meinen eindrücklichsten frühen Leseerfahrungen gehörten deshalb die „Küsschen“-Bücher von Roald Dahl.


2. Wie schreibst Du?

Ich habe ein Büro und schreibe fast ausschließlich dort. Ich habe es in Cafés, Zügen, Bars, Autos, Ferienhäusern und zu Hause probiert, aber es klappt nur ganz selten, und ich weiß nie, woran das dann gerade liegt. Auch ausreichend Schlaf ist eine unabdingbare Voraussetzung, also fange ich meistens erst gegen Mittag an, dann aber gerne auch bis in die Nacht hinein.
Das Schreiben selbst ist dabei aber nur ein Teil der Arbeit, denn hauptsächlich denkt man ja nach. Obwohl ich Besitzer einer riesigen und stetig wachsenden Stifte-Sammlung bin, schreibe ich doch fast ausschließlich mit Computern. Ob Word oder Final Draft ist mir dabei eigentlich egal und richtet sich nach den Wünschen des Produzenten. Früher habe ich gerne mit MovingPlot geschrieben, aber das gibt’s für neue Word-Versionen ja leider nicht mehr.
Beim (Aus-)Denken darf keine Musik laufen, beim Schreiben nur welche ohne Text. Beim Überarbeiten darf dann gerne auch gesungen werden. Die Musik sollte aber immer zur Stimmung des Buches/der Szene passen.


3. Hast Du ein Lieblingswort?

ENDE


4. Wie entsteht ein Stoff?

Manchmal auf Zuruf, manchmal einfach so, dann meistens durch irgendwas, das ich gerade gelesen oder gesehen habe. Das Mitführen von Notizbüchern habe ich aufgegeben, denn mir schien jede Idee spontan ihren Zauber zu verlieren, wenn ich sie dort hineinkritzelte. Lieber behalte ich sie im Kopf und drehe sie hin und her, während ich morgens immer wieder die Schlummertaste meines Weckers drücke. Überhaupt ist der Halbschlaf der kreativste Zustand, finde ich, denn dort sind die eigenen Kritikmechanismen erheblich geschwächt und können wunderbar ausgetrickst werden. Später braucht man sie dann natürlich wieder.
Ich hasse Treatments, vor allem Bildertreatments! Wenn irgend möglich schreibe ich ein ausführliches Exposé, gerne auch mit Dialogbeispielen, und dann sofort ein Drehbuch.


5. Wie strukturierst Du Deinen Stoff?

Anfang, Mitte, Ende, instinktiv und ohne Karteikärtchen.
Ich schreibe alles der Reihe nach auf, lasse keine Lücken, bin meistens erst am letzten Tag damit fertig und schicke es dann sofort raus. Den 3. Akt schreibe ich gerne in einer Mammutsitzung in einem einzigen Rutsch, um das Tempo nicht zu verlieren.


6. Kunst oder Quote?

Qunst. Johann Sebastian Bach war praktisch sein Leben lang ein Auftragskomponist, ein Lohnschreiber. Dennoch hat er wundervolle Musik geschaffen. Manchmal reizt es mich, eine Geschichte zu entwickeln, die in engen (finanziellen, dramaturgischen oder personellen) Grenzen spielen muss. Tonika, Dominante, Subdominante.
Und dann gibt es da die Darling-Projekte, bei denen ich gerne improvisiere, mal ein Solo spiele, mehr für mich schreibe als für einen Auftraggeber – eher Jazz als Klassik. Aber auch dabei, ich gestehe es gerne, denke ich stets an ein Publikum, denn ich mag das Publikum und ich mag es, wenn möglichst viele Leute das sehen, was ich mir ausgedacht habe.
Die Zusammenarbeit mit guten Leuten bei Sendern oder Produktionsfirmen empfinde ich als Gewinn. Da lasse ich mir gerne „reinreden“. Wenn die Leute aber nix draufhaben und dennoch an Profilneurosen leiden, ist meine Leidensbereitschaft inzwischen begrenzt. Insgesamt mag ich aber nicht in den Chor der Autoren einstimmen, die in Redakteuren und Produzenten grundsätzlich Feinde zu sehen scheinen. Ich habe viele, sehr gute Redakteur/innen, Producer/innen und Dramaturg/innen kennengelernt. Vielleicht hatte ich Glück.


7. Kino oder Fernsehen?

Egal. Wichtiger ist, dass es ein guter Film/eine gute Serienfolge geworden ist. So ganz konnte ich den glorifizierenden Blick aufs Kino, bei gleichzeitiger Hochnäsigkeit dem Fernsehen gegenüber, nie verstehen. Ich sehe gerne fern und finde im deutschen TV fast immer irgendwas, das mich interessiert. Okay, samstags ist es schwer. Aber das Verhältnis von Qualität und Mist ist im Fernsehen meiner Meinung nach kein bisschen schlechter als in der Musik oder Literatur. Was ich nicht mehr hören mag, sind Leute, die Diskussionen übers Fernsehen mit dem wohlfeilen Satz beginnen: „Ich hab ja selbst schon lange keinen Fernseher mehr“ und dafür dann Applaus erwarten. Man stelle sich eine Diskussion über Bücher vor, die mit dem Satz beginnt: „Ich lese ja selbst schon lange nicht mehr.“


8. Nenne 3-5 Lieblingsfilme/-Serien!

Weißensee, Sherlock, Pastewka, Danni Lowinski (fand ich schon toll, bevor ich da mitmachen durfte), Down by Law.


9. Drehbuchautoren in der Öffentlichkeit?

Mein Ärger über die Behandlung unseres Berufes in der Rezeption filmischer Werke will einfach nicht weniger werden, sondern wächst eher noch. Wenn der Verstoß gegen die guten Sitten des Journalismus oder des menschlichen Miteinanders zu groß wird, dann muss er raus. In Form von Leserbriefen, Mails, Forumseinträgen, wütenden Worten oder öffentlichen Zwischenrufen bei Podiumsdiskussionen oder Reden. Meine Beißhemmung hat da inzwischen sehr nachgelassen, wenngleich ich bisher noch niemandem eine Sahnetorte ins Gesicht geworfen habe. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich ebensolches Verhalten von Kollegen erlebe (so z.B. vom Verfasser dieses Blogs, dessen Namen ich gelegentlich unter Forumseinträgen finde, die Journalisten auf ihre Sorgfaltspflicht hinweisen). Ganz schlimm ist der derzeitige Künstlerhass, der von gewissen Lobbygruppen erzeugt und instrumentalisiert wird.


10. Dein wichtigster Ratschlag:

Man sollte sich nie so abhängig von einem einzelnen Projekt machen, dass man nicht jederzeit aufstehen und gehen könnte.


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10 Fragen an:
André Georgi
Peter Probst
Fred Breinersdorfer
Tom Bohn 

Sonntag, 10. Juni 2012

Beau Willimon - Interview

Ein Interview mit dem Drehbuchautoren Beau Willimon, der den kürzlich im Kino laufenden "Ides Of March" mit Ryan Gosling und George Clooney geschrieben hat und zur Zeit vor der schwer zu lösenden Aufgabe steht, die englische Kult-Miniserie "House Of Cards" zu adaptieren.


Doris Heinze vor Gericht

heute2: Doris Heinze, Ex-Fernsehspielchefin des NDR, steht ab 5. Juli wegen Drehbuch-Affäre vor Gericht. http://t.co/H2qalg8F -- turi2 (@turi2)

VIA twitter

Freitag, 8. Juni 2012

Adam Price - Arte-Interview

Auf der Website von Arte gibt es ein Interview mit dem Schöpfer der dänischen Serie "Borgen" aka "Gefährliche Seilschaften" (die ich jedem wärmstens ans Herz legen möchte) zu lesen: Interview Adam Price